Der PC-Markt im Rückblick und Ausblick
Der PC-Markt steht vor einer entscheidenden Phase: Das Ende des Windows-10-Supports, technologische Fortschritte und der Ersatz pandemiebedingt gekaufter Geräte könnten neue Impulse bringen. Erste Trends zeigen eine wachsende Nachfrage nach mobilen PCs und KI-fähigen Geräten.


In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Personal-Computer-Markt in der Schweiz sowohl technologisch als auch auf der Handelsseite erheblich verändert. Der globale PC-Markt steht 2025 wiederum vor Veränderungen und einer entscheidenden Phase, wie aktuelle Analysen von NIQ/GfK zeigen. Das Ende des Windows-10-Supports, technologische Entwicklungen und der natürliche Ersatzzyklus pandemiebedingt angeschaffter Geräte könnten für neue Wachstumsimpulse sorgen. Während der Markt derzeit noch verhalten reagiert, deuten erste Anzeichen darauf hin, dass insbesondere der Absatz von mobilen PCs angesichts der anstehenden Erneuerungswelle steigen könnte. Doch welche Faktoren bestimmen den Zeitpunkt und das Ausmass dieser Entwicklung?
PC-Märkte im Rückblick: Digitalisierung, Homeoffice, Gaming & Co.
Technologisch zeigt sich der Wandel in den vergangenen zehn Jahren beispielhaft an Tablets, die ein überdurchschnittliches Wachstum und damit eine hohe Verbreitung erfahren haben. Getrieben durch Digitalisierung und Homeoffice investierten Unternehmen in neue Technologien, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Markt für Gaming-PCs verzeichnete in den vergangenen Jahren einen positiven Trend, der in den Boomjahren 2020 bis 2021, getrieben durch die Pandemie, durch eine überdurchschnittliche Nachfrage nach dedizierten Desktop-Computern, Notebooks und Zubehör wie Gaming-Monitoren, Gaming-Mäusen, Tastaturen und Headsets verstärkt wurde. Auf diesen Anstieg folgte ein deutlicher Rückgang. Ende 2020 und 2021 herrschte zudem weltweit ein beispielloser Mangel an Halbleitern. In den Jahren 2022 und 2023 sanken die PC-Lieferungen deutlich im zweistelligen Bereich. Dieser Rückgang kann als historisch bezeichnet werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der PC-Markt in den vergangenen Jahren einen Boom während der Pandemie erlebte, gefolgt von einem deutlichen Rückgang und einer Erholung in jüngster Zeit.
Handel im Wandel – auch bei PCs
Der PC-Markt in der Schweiz hat sich in den vergangenen zehn Jahren nicht nur aufgrund technologischer Innovationen, eines wachsenden Interesses am Gaming und eines veränderten Konsumentenverhaltens dynamisch entwickelt. Wichtige Entwicklungen waren die Konsolidierung von Onlinehandelsplattformen – Stichworte: Siroop, Steg-PCP, Microspot, Galaxus. Im Handel wurde die Integration von Online- und Offline-Vertriebskanälen vorangetrieben, um den veränderten Konsumentenbedürfnissen auch im IT-Markt gerecht werden zu können. Während 2018 der Anteil des Onlinekanals knapp 50 Prozent betrug, lag er 2024 in der Schweiz bei über 66 Prozent.
Globale PC-Märkte heute – Herausforderung und Chancen durch das Ende des Windows-10-Supports
Der PC-Markt weltweit erholt sich weiterhin – auch der in der Schweiz. Impulse kommen von Ersatz- und Neubeschaffungen. Historische Vergleiche, etwa mit dem Ende des Supports für Windows XP oder Windows 7, zeigen jedoch, dass der Austausch im Markt häufig erst kurz vor oder sogar nach dem offiziellen Support-Ende eines Betriebssystems erfolgt. Dies lässt darauf schliessen, dass sich der Aufschwung im PC-Markt nachhaltig positiv entwickelt.
Wie viele PCs müssen ersetzt werden?
Die technischen Anforderungen an moderne PCs sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Faktoren wie Arbeitsspeicher (RAM), interner Speicher und Prozessorleistung spielen dabei eine entscheidende Rolle. Schätzungen zufolge könnte allein durch PCs, welche die neuen technischen Mindestanforderungen nicht mehr erfüllen, ein zusätzliches Marktwachstum von mindestens 5 bis 7 Prozent generiert werden.
Ersatzbedarf nach dem Pandemie-Höhepunkt
Ein weiterer wichtiger Treiber für die Marktentwicklung ist die durchschnittliche Lebensdauer von mobilen PCs, die bei etwa fünfeinhalb Jahren liegt. Dies bedeutet, dass viele der während des Pandemie-Höhepunkts 2020 angeschafften Geräte nun allmählich ersetzt werden. Dabei unterscheiden sich die Ersetzungsmuster je nach Marktsegment: Während Unternehmen oft strukturierte und geplante Ersatzzyklen verfolgen, reagieren Verbraucher stärker auf Preisentwicklungen und technologische Innovationen.
Entwicklung im Channel und bei Resellern
In Europa zeigen Händler für mobile PCs bereits eine leichte Wachstumsdynamik. Dies könnte ein erster Indikator für den bevorstehenden Ersatzzyklus sein. Während der Markt für mobile PCs tendenziell wächst, verzeichnen Desktop-PCs eine anhaltende Abschwächung.
Insbesondere im Businessbereich gibt es erste Anzeichen dafür, dass Unternehmen mit der Erneuerung ihrer installierten Basis begonnen haben. Die Verkaufszahlen über Distributoren zeigen ein Wachstum bei mobilen PCs im B2B-Segment in Westeuropa, während Desktop-PCs nur begrenztes Wachstum verzeichnen können.
Welche Rolle spielen KI-PCs?
Ein interessantes Zusammenspiel ergibt sich zwischen dem Ende des Windows-10-Supports und der zunehmenden Förderung von KI-PCs durch die Industrie. Sobald neue PCs verkauft werden, wird auch der Anteil der KI-fähigen Geräte steigen. Microsoft und andere Hersteller haben bereits angekündigt, dass zukünftige Windows-Updates verstärkt auf KI-Funktionen setzen werden. Dies könnte für Verbraucherinnen und Verbraucher zusätzliche Anreize schaffen, auf neue Geräte umzusteigen, die diese Technologien unterstützen.
Die kommenden Jahre versprechen somit eine spannende Entwicklung für den PC-Markt. Während kurzfristig noch Zurückhaltung herrscht, deuten mehrere Faktoren darauf hin, dass dieses Jahr eine Erneuerungswelle einsetzen wird. Ob der Markt dadurch wieder zu nachhaltigem Wachstum zurückkehrt, bleibt abzuwarten – doch die Weichen sind gestellt.

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