EasyGov 2.0: Strategische Neuausrichtung für schnellere Digitalisierung
Der Onlineschalter EasyGov soll ab 2027 eine neue IT-Architektur erhalten. Künftig sollen Partnerbehörden in der Lage sein, selbstständig Prozesse auf EasyGov integrieren zu können. Dafür ist eine Neuaufstellung hin zu einer State-of-the-art-Microservice-Architektur und Nutzung einer Low-Code-Plattform erforderlich.

Der Bundesrat will mit dem Unternehmensentlastungsgesetz (UEG) die Digitalisierung vorantreiben. Er ist insbesondere bestrebt, die Digitalisierung von Behördenleistungen für Unternehmen auf der zentralen elektronischen Plattform EasyGov.swiss weiter auszubauen. Dabei liegt das Augenmerk nicht bloss auf der Digitalisierung der Prozesse, sondern auf deren Vereinfachung und stärkerer Kundenorientierung. Zudem sollen die Partnerbehörden noch stärker in die Fachprozesse eingebunden werden.
Mit Blick auf das UEG wurde bereits 2023 eine Studie zur architektonischen und organisatorischen Neuausrichtung von EasyGov initiiert. Die Anzahl an zu integrierenden Behördenprozessen wird mit dem UEG stark zunehmen. Eine deutliche Steigerung der Geschwindigkeit zur Integration von Behördenprozessen ist mit der jetzigen IT-Architektur jedoch schwierig realisierbar. Im Rahmen der Studie wurden Organisation und Architektur der Plattform überprüft und ein Plan für die langfristige strategische Neuausrichtung (EasyGov 2.0) erstellt.
Die Studie kommt beispielsweise zum Schluss, dass bei EasyGov 2.0 neue Technologien zum Einsatz kommen sollen, mit denen die Partnerbehörden künftig befähigt werden, selbständig Prozesse auf EasyGov integrieren zu können. Die Partnerbehörden übernehmen also die Auftraggeberrolle für Fachprozesse, während das SECO hauptsächlich die Rolle des Auftraggebers für die Core-Entwicklung übernimmt. Die Fachmodule sollen parallel und primär dezentral auf Basis einer Low-Code-Plattform umgesetzt werden.
Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es eine Neuausrichtung der Programmorganisation unter Einbezug der Partnerbehörden. Dafür ist eine Neuaufstellung hin zu einer State-of-the-art-Microservice-Architektur und Nutzung einer Low-Code-Plattform erforderlich. Die aktuelle Roadmap sieht folgende Meilensteine vor: Die Initialisierungsphase wurde Ende August 2024 abgeschlossen, bis Ende 2025 folgt die Konzeptphase inklusive der Beschaffung, 2026 ist die Realisierung geplant. Die Einführung von EasyGov 2.0 soll voraussichtlich Anfang 2027 erfolgen.
Auf EasyGov stehen den Unternehmen aktuell rund 55 Behördendienstleistungen von verschiedenen Bundes- und kantonalen Stellen zur Verfügung. Das Portal wurde Ende 2017 gelauncht und zählt bis heute rund 100'000 registrierte Unternehmen. Dies entspricht 1/6 aller Unternehmen in der Schweiz.

Wenn der KI-Agent für dich online einkauft

Skepsis – das beste Rezept gegen Phishing & Co. beim Banking

Wie das BACS die Cybersicherheit in der Schweiz weiter ausbauen will

KI in der Cybersecurity: Wohin geht die Reise?

KI-gesteuerte Cyberangriffe – wie sich Unternehmen schützen können

Allzeithoch bei Neugründungen in der Schweiz

Prolight + Sound feiert 30-Jahr-Jubiläum

Mit axont ein KMU-freundliches Access Management realisieren

IT-Sicherheit: Standardlösungen allein bringen es nicht mehr
