Martin Nussbaumer von Fujitsu über die Bedeutung von Object Storage
Nebst der Frage nach der Hardware müssen sich Storage-Spezialisten auch noch mit der anderen grossen Storage-Frage befassen: Object-, Block- oder dateibasierte Systeme? Martin Nussbaumer, Head of Product Sales Switzerland & Austria bei Fujitsu, stellt sich den Fragen der Redaktion.

Was sind die wichtigsten Vor- und Nachteile von Object Storage?
Martin Nussbaumer: Entscheidend ist der Einsatzzweck. Für die Cloud eignet sich Object Storage wegen der unlimitierten Skalierbarkeit. Wer viele Transaktionen abwickelt, mit sich ständig ändernden Daten und dabei gleichzeitig extrem hohe Performance braucht, wird sich eher für Block-Storage entscheiden. Wo viele Daten miteinander geteilt und gemeinsam genutzt werden müssen, ist wiederum dateibasierter Storage sinnvoll.
Haben Block- und dateibasierte Systeme ausgedient?
Heute sicher noch nicht. Je nach Einsatzzweck und Anwendung werden sie gebraucht und inklusive Object Storage miteinander kombiniert.
Was hindert Object Storage daran, eine breitere Marktabdeckung zu erreichen?
Vermutlich spielen Sie darauf an, dass die Technologie an sich ihren Ursprung bereits im letzten Jahrtausend hatte – und die Marktdurchdringung verhältnismässig langsam war. Object Storage hat dort besondere Stärken, wo Skalierbarkeit und verteilter Zugriff auf Daten eine grosse Rolle spielen. Und damit sind wir beim Cloud-Business. Alle grossen Hersteller und Lösungsanbieter haben Object Storage im Portfolio. Das ist mittlerweile ein Milliardengeschäft.
Welche Technologie wird letztlich das Rennen machen? Object-, Block- oder Datei-Storage?
Noch ist es Standard, die verschiedenen Storage-Technologien zu kombinieren. Aber tatsächlich ist Object Storage eine exzellente Technologie für Cloud-Services.
Wie wichtig ist Object Storage für Sie und Ihre Partner?
Fujitsu ist Hardware- und Lösungsanbieter, wir versorgen ein heterogenes Partnernetz und Kunden der verschiedensten Branchen aus einer Hand. Deshalb liefern wir Storage-, Server- und hyperkonvergente Systeme für jeden Bedarf. Bei uns ist eine softwarebasierte zentrale Storageverwaltung für die kombinierte Nutzung von Block-, File- und Object Storage Standard. Das ist sinnvoll, um alle benötigten Anwendungsbereiche abzudecken.
Welche Herausforderungen stellen sich Resellern, Herstellern und Distributoren?
Der Channel versteht sich heute als Teil und Treiber der digitalen Transformation. Dazu gehört, dass Partner das nötige Wissen aufbauen. Deshalb sind Schulungen von zentraler Bedeutung. Fujitsu investiert unter anderem in der EMEIA-Region eine Million Euro in den Ausbau des Partnerprogramms – beispielsweise in Onlinetools zur Unterstützung des Channels. Mit Trainings werden Partner für die veränderten Kundenbedürfnisse fit gemacht; insbesondere bezüglich Cloud-Lösungen, integrierter Systeme, Virtual Client Computing, Mobilitätslösungen und Sicherheit.

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