Peter Arnet über die Entwicklungen im Druckermarkt
Die Digitalisierung macht auch vor dem Druckergeschäft nicht halt. Die Umsätze gehen zurück, der Margendruck wächst, Personalkosten steigen. Peter Arnet von Kyocera Schweiz erklärt, wie er den Markt wahrnimmt und wo es Chancen gibt.

Wie steht es um das Druckergeschäft in der Schweiz?
Peter Arnet: Wir sprechen nicht mehr vom Druckergeschäft. Letztlich geht es um Hardware, Software und Services oder zusammengefasst um Lösungen für Dokumente. Bei der Hardware ist das Zugpferd ganz klar das multifunktionale Gerät. Hier wächst der Markt in Einheiten nach wie vor. Aus dieser Sicht steht es gut um das Geschäft und wir dürfen weiterhin mit gutem Wachstum rechnen. Der Bedarf an effizienzsteigernden Lösungen wird stark zunehmen.
Was erwarten Sie für das Jahr 2017?
Für Hardware-Einheiten erwarten wir ein starkes Wachstum bei den multifunktionalen A4-Farbgeräten, ein moderates Wachstum im A3-Bereich und eine Stagnation bei den eigentlichen Druckern. Das grösste Wachstum erwarten wir bei den Softwarelösungen und "professional Services". Das hat sich schon in den letzten Jahren abgezeichnet und wird sich noch verstärken. Die Digitalisierung wird unser Geschäft mehr und mehr beeinflussen. Wir stellen uns darauf ein und haben uns fit gemacht für diese Herausforderungen und Kundenwünsche.
Mit welchen Herausforderungen müssen sich der Channel und dessen Kunden auseinandersetzen?
Die grösste Herausforderung ist die Profitabilität. Umsatzrückgang durch Preiszerfall und Margendruck bei Hardware reduzieren die Erträge. Mit der zunehmenden Komplexität steigen die Personalkosten. Wer über keine effiziente und schlanke Organisation verfügt und es nicht schafft, mit "Services und Consulting" neue Erträge zu generieren, wird es sehr schwer haben.
Wie kann der Channel mit Managed Print Services und Document Management Services Geld verdienen?
Mit der alten kaufmännischen Grundregel, eine Leistung günstiger anbieten zu können, als der Markt bereit ist dafür zu zahlen. Wichtig ist, dass man versteht, was diese Services erfordern. Der traditionelle Channel sollte sich auf "Managed Print Services" konzentrieren und mit Qualität und Effizienz brillieren. Der Einstieg ins "Document Solutions"-Geschäft ist mit Investitionen verbunden und erfordert ein sehr breites Fachwissen. Die Fachhandelspartner können dabei auf unsere Unterstützung zählen.
Für wen lohnt es sich, Druck- und Dokumentenservices anzubieten?
Für alle, die über das notwendige Know-how verfügen und gewillt sind, sich den Veränderungen zu stellen. Prädestiniert dafür sind IT-Dienstleister, die bereits IT-Infrastruktur und Services bereitstellen können. Mit zunehmender Integrierung in die IT-Landschaft und Unternehmenssoftware wird dieses Thema massiv an Komplexität zunehmen, und dazu werden mehr und mehr IT-Spezialisten gefragt und nötig sein.

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