VCE – Ein Start-up ringt um Aufmerksamkeit
Der Vblock-Hersteller VCE hat gestern in Zürich erklärt, welche Vorteile Converged Infrastructure der Unternehmens-IT bringt. Für Systemintegratoren könnte sich eine gute Geschäftsmöglichkeit mit den Systemen ergeben. Allerdings sind die Eintrittshürden für Partner hoch.

Das IT-Konsortium VCE hat gestern im Hotel Baur au Lac in Zürich Kunden und Partner eingeladen, um sein Converged-Infrastructure-Produkt Vblock zu bewerben. Rund 60 Gäste waren gekommen, vornehmlich aus dem Grosskunden-Bereich. Zu den Abnehmern zählen pharmazeutische Unternehmen, Versicherer oder Kreditkartengesellschaften. Bei Startpreisen von rund 300'000 Dollar aufwärts dürfte ein Vblock auch nicht erste Wahl eines KMU-Kunden sein.
VCE sieht sich als Start-up mit potenten Geldgebern im Rücken, aber mit einer geringen Brand Awareness am Markt. Das will das Joint-Venture von Cisco, EMC und VMware ändern. Darum kam auch der vor sieben Wochen ins Amt berufene Geschäftsführer Praveen Akkiraju persönlich nach Zürich, begleitet vom Verkaufschef für die EMEA-Region Burney Barker und dem IDC-Analysten Thomas Meyer.
Sparmöglichkeit für IT-Verantwortliche
Die Botschaft war eindeutig: Dank des standartisierten Systems können die IT-Verantwortlichen in Unternehmen Geld sparen, wenn sie einen Vblock kaufen anstatt ein vergleichbares Best-of-Breed-System. Für jeden in einen Vblock investierten US-Dollar könnten so bis zu 2,40 Dollar eingespart werden, erklärte Thomas Meyer von IDC.
VCEs Geschäftsführer Akkiraju hob die Bedeutung von Vblock für die Entwicklung von Rechenzentren hervor: Früher seien einzelne physische Systeme für eine Anwendung betrieben worden. Heute könne man auf einem Converged-Infrastructrue-System alle diese Anwendungen parallel laufen lassen - zum Beispiel Sharepoint, SAP und Entwicklungsumgebungen vereint auf einer Plattform. Ausserdem sei das System auch aus Ingenieurssicht sehr weit fortgeschritten: "Wir sind dem Markt um 18 Monate voraus", betonte er.
Künftig komme auch noch der Bedarf nach Desktop-Virtualisierung hinzu. Kunden dürften wohl den angebotenen Single-Call-Support schätzen: Jeder Kunde erhalte einen Ansprechpartner bei VCE, der bei Problemen Hilfe leiste, erklärte Akkiraju den Service. Assembliert werden die Vblocks auf Bestellung im eigenen Werk in Irland, wo VCE rund 100 Mitarbeiter beschäftigt.
Als engste Mitbewerber sieht VCE nach eigenen Angaben Hersteller wie HP oder IBM. Dennoch laufe das Geschäft gut. In der ersten Jahreshälfte seien die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 80 Prozent gewachsen. "Wir sind in einer Phase des Hyperwachstums", sagte Akkiraju. Genaue Zahlen wollte er keine nennen. VCE übertreffe aber die Erwartungen seiner Geldgeber Cisco, EMC und VMware.
Hohe Anforderungen an Partner
Das Geschäft mit den Vblocks werde zu gut 90 Prozent über Partner abgewickelt, erklärte Alexander Picker, vPartner Manager DACH und Eastern Europe bei VCE. Derzeit sei man auf der Suche nach Partnern. Geeignete Kandidaten für das Partnerprogramm würden eingeladen. Das solle aber nicht snobistisch klingen, betonte Picker.
Allerdings seien die Anforderungen an potenzielle Partner recht hoch: Wer mitmachen will, der muss von VMware den Enterprise- oder Premier-Status vorweisen können. Darüber hinaus muss er in EMCs Velocity-Programm Consolidate-Partner sein und bei Cisco den Datacenter-Architecture-Status halten. Da kämen nicht mehr viele Schweizer Anbieter in Frage.
Dennoch verhandle VCE derzeit mit zwei möglichen neuen Partnern. Bisher gebe es mit Itris erst einen Partner in der Schweiz. Am Ende möchte VCE mit drei bis fünf Partnern hierzulande zusammenarbeiten.

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