Wie nachhaltig Lockdown & Co. die Digitalisierung ankurbeln
Covid-19 und der Lockdown haben die Digitalisierung stark angekurbelt. Viele Firmen mussten ihre Mitarbeitenden ins Homeoffice schicken und die dafür nötige IT besorgen. Wie nachhaltig dieser Corona-bedingte Schub ist, sagt Frank Studerus, CEO von Studerus.

Wie haben Sie den Corona-bedingten Trend hin zum Homeoffice erlebt?
Frank Studerus: Im März 2020 erlebten wir einen noch nie dagewesenen Run auf VPN-Clients. Plötzlich mussten alle vom Homeoffice aus arbeiten können. Auch die Netzwerkinfrastruktur mit WLAN wurde zuhause aufgerüstet. Bei Familien mit Kindern im Heimunterricht entstand plötzlich eine hohe Last auf dem Netzwerk.
Wie sieht die Lage nun rund ein Jahr nach dem Beginn des ersten Lockdowns aus?
Die Bedeutung der IT-Infrastruktur hat an Stellenwert gewonnen. Auch Schulen erneuern ihr WLAN, da nun vermehrt digital gearbeitet wird. In Altersheimen ist WLAN oft die primäre Verbindung zur Aussenwelt. Auch dort besteht ein grosser Bedarf, die Infrastruktur aufzurüsten.
Welche Technologien waren und sind besonders gefragt?
Die Performance der Firewall muss mit der hohen Zahl an VPN-Verbindungen klarkommen. Mit den gestiegenen Angriffen über Homeoffice hat der Stellenwert der Security zugenommen. Zwei-Faktor-Authentifizierung wird vermehrt eingesetzt, vor allem, um Zugänge für Administratoren abzusichern. Eine standortunabhängige Netzwerkverwaltung ist zunehmend gefragt. Ein System-Engineer möchte aus dem Homeoffice, aus der Firma oder vom Endkunden aus einfach auf ein Netzwerkmanagement zugreifen können. Ein einfaches Management aus der Cloud ist dafür die ideale Lösung.
Wie gingen/gehen Sie mit Lieferengpässen um?
Zum Glück wurden wir bislang davon mehrheitlich verschont. Nun aber ist die Situation so angespannt wie noch nie, die Lieferzeiten einiger Komponenten liegen bei einem Jahr. Bei Projekten sollte man frühzeitig die Ware disponieren.
Wie nachhaltig ist Ihrer Meinung nach dieser Boost für die Digitalisierung?
Sehr nachhaltig, der Mehrwert von Homeoffice ist nun erkannt und Firewalls werden dafür ausgerichtet. Auch die Effizienz von Videokonferenzen hat sich klar gezeigt. Die Zeitersparnis ist dabei für alle Beteiligten enorm.
Die Antworten der weiteren Teilnehmer des Podiums:
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Drazen-Ivan Andjelic, Mitel: "Unternehmen bereiten sich auf die Post-Covid-Zeit vor."
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Serge Ballinari, Atrete: "Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen alle rasch auf Änderungen reagieren können."
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Christoph Blankenhagen, Lenovo: "Nach einem Boost wird sich der Bedarf auf einem hohen Niveau einpendeln."
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Jan Husak, Spie ICS: "Es wird verstärkt in Cloud-Technologien und cloudbasierte Lösungen investiert."
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Wilhelm Petersmann, Fujitsu: "Nach der Notbeschaffung geht es jetzt um langfristige IT-Strategien."
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Christian Rizzo, HP: "Technisch gibt es in vielen Unternehmen noch Nachholbedarf."

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