Holger Jakob von Informatio über die Bedeutung von Object Storage
Nebst der Frage nach der Hardware müssen sich Storage-Spezialisten auch noch mit der anderen grossen Storage-Frage bemühen: Object-, Block- oder dateibasierte Systeme? Holger Jakob, Geschäftsleiter von Informatio, stellt sich den Fragen der Redaktion.

Was sind die wichtigsten Vor- und Nachteile von Object Storage?
Holger Jakob: Seit meinen ersten Erfahrungen mit Object Storage vor mehr als 15 Jahren ist für mich der grösste Vorteil der geringe Admin-Aufwand von Object Storage in Relation zur Kapazität. Der flache Adressraum ermöglicht eine hohe Skalierbarkeit in Bezug auf Kapazität und Anzahl der Objekte. In Anbetracht des hohen Wachstums unstrukturierter Daten sind beides kritische Eigenschaften, die für Object Storage sprechen. Die für den Objektzugriff benötigte Applikationsintegration ist derzeit noch ein Nachteil, der mit der rasch wachsenden Unterstützung von Objektprotokollen wie S3 aktuell an Gewicht verliert.
Haben Block- und dateibasierte Systeme ausgedient?
Nein, es wird immer Bedarf für Block- und dateibasierte Systeme geben. Geschäftskritische Datenbanken, virtualisierte Clients und Server, hyperkonvergente Infrastrukturen und weitere sind für Unternehmen kritisch und müssen mit passendem Speicher betrieben werden.
Was hindert Object Storage daran, eine breitere Marktabdeckung zu erreichen?
Object Storage verbinden viele mit Cloud-Storage und S3. Die Sicherheitsbedenken und oft intransparenten Angebote sind für die breite Nutzung von Object Storage hinderlich. Informatio implementiert hingegen Lösungen, die Objekspeicher auf interner Infrastruktur bereitstellen. Diese Lösungen sind kompatibel mit Cloud-Storage und bereiten auf die Zukunft vor. Ob und wie Public-Cloud-Storage eingebunden wird, hängt von den Kundenbedürfnissen ab.
Welche Technologie wird letztlich das Rennen machen? Object-, Block- oder Datei-Storage?
Es wird Bedarf für alle Technologien auch zukünftig geben. Die grosse Datenmenge und das hohe Wachstum an unstrukturierten Daten sehe ich am besten mit Object Storage abgedeckt. Unabhängig davon, ob diese Infrastruktur intern betrieben wird, aus Cloud-Diensten bezogen wird oder eine Mischung von beidem.
Wie wichtig ist Object Storage für Sie und Ihre Partner?
Object Storage ist seit mehr als zehn Jahren der Schwerpunkt des Angebots von Informatio. Wir werden auch zukünftig unser Know-how und Dienstleistungen in Bezug auf Object Storage weiterentwickeln.
Welche Herausforderungen stellen sich Resellern, Herstellern und Distributoren?
Im Object-Storage-Bereich gibt es diverse Hersteller, die gute Lösungen anbieten. Für uns als Reseller ist die Herausforderung gross, sich auf wenige Produkte zu beschränken, damit weiterhin die Kompetenzen von Verkauf bis Support abgedeckt werden können.

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