Wie man sich gemäss Computacenter auf dem Education-Markt behauptet
Eine solide Ausbildung ist das Fundament, auf dem später das ganze Leben aufgebaut wird. Daher ist es wichtig, dass man schon früh in Berührung kommt mit Computern und Co., denn nur so wird die IT Teil des Fundaments. Was IT-Anbieter in diesem Markt besonders beachten müssen, sagt Massimiliano D'Auria, Managing Director Switzerland bei Computacenter.

Wie hat sich der Schweizer Education-Markt im vergangenen Jahr entwickelt?
Massimiliano D'Auria: Insgesamt funktioniert dieser Markt weitgehend konjunkturabhängig, hat Potenzial und entwickelt sich stetig. Ein Treiber ist, dass die Ausbildung der nachkommenden Generation für Staat und Politik der Schweiz einen hohen Stellenwert hat. Auf der anderen Seite ist dieser Markt aber auch sehr umkämpft und an oft aufwändig zu bearbeitende Ausschreibungen gebunden. Hinzu kommt, dass hier in der Regel öffentliches Beschaffungsrecht gilt. Jeder Investitionsentscheid muss gerechtfertigt werden können, Anbieter haben daher einen hohen Aufwand bei Projekten.
Welche Themen sind derzeit besonders wichtig?
Das Coronavirus und die Schliessungen der Schulen waren zuletzt das zentrale Thema. Denn noch verfügen längst nicht alle Bildungseinrichtungen über eine genügende IT-Infrastruktur. Wo Bedarf ist, rüsten wir aktuell aus – was in Anbetracht der unterbrochenen Lieferketten nicht einfach ist und Organisationstalent erfordert. Grundsätzlich gilt ansonsten: Die Erwartungen der Kunden aus dem Bildungsbereich sind vielfältig, reichen von der Erstberatung bis hin zur Bereitstellung umfangreicher und skalierbarer Infrastrukturen. Als IT-Dienstleister muss man also vor allem flexibel sein und den Kunden einen «All in One»-Service anbieten können.
Welche speziellen Herausforderungen bringt der Education-Markt mit sich?
Wie schon erwähnt, unterliegt dieser Markt dem öffentlichen Beschaffungsrecht. Projekte werden langfristig geplant, Ausschreiben sind in der Regel sehr detailliert. Damit ist ein erheblicher Analyse- und Planungsaufwand verbunden. Gleichzeitig muss man als Anbieter rasch Projektanfragen beantworten und in häufig recht komplexen Situationen verlässlich beraten. Als Anbieter muss man wissen, was in der Praxis tatsächlich gebraucht wird und welche Entwicklungen auf die Kunden zukommen können. Dieses Wissen muss in die Angebote einfliessen, damit es später keine unliebsamen Überraschungen für die Anwender gibt.
Wie müssen sich Reseller und Systemintegratoren aufstellen, um im Education-Markt besonders erfolgreich zu sein?
Wer alle Leistungen aus einer Hand anbieten kann, ist im Vorteil: also von der Systemintegration bis hin zum Client Lifecycle Management, von Services über Technology Sourcing bis hin zur Reparatur defekter Hardware. Das optimiert die Wertschöpfung und so ein «all in One»-Service wird von den Kunden besonders geschätzt. Gleichzeitig ist eine grosse Kundenbasis wichtig und eine gute Vernetzung mit den Herstellern. Hinzu kommen Expertise und Gründlichkeit. Wir spüren, dass so ein Paket von unseren Kunden geschätzt wird – denn Computacenter punktet bei Ausschreibungen überdurchschnittlich gut.
Die Antworten der übrigen Teilnehmer:
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Andreas Schmid, Studerus: "Reseller brauchen nicht nur ein tiefes, sondern auch breites Know-how in verschiedenen Disziplinen."
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Markus Schrofer, Dell: "In der Schweiz gibt es Nachholbedarf beim Aufbau von Medien- oder Informatikkompetenz."
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Sebastian Seyferth, Acer: "Das Besondere ist, dass die Entscheidungsgewalt und das Budget von verschiedenen Trägern verwaltet werden."
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Patrick Siegenthaler, CM Informatik: "Der Markt befindet sich im Spannungsfeld zwischen Innovation und Datenschutz."

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