Was gemäss Studerus auf dem Education-Markt von Resellern erwartet wird
Eine solide Ausbildung ist das Fundament, auf dem später das ganze Leben aufgebaut wird. Daher ist es wichtig, dass man schon früh in Berührung kommt mit Computern und Co., denn nur so wird die IT Teil des Fundaments. Was IT-Anbieter in diesem Markt besonders beachten müssen, sagt Andreas Schmid, Account Manager bei Studerus.

Wie hat sich der Schweizer Education-Markt im vergangenen Jahr entwickelt?
Andreas Schmid: Der Bildungsbereich ist für Zyxel seit Jahren ein wichtiges Segment. Jetzt nimmt WLAN dank Lehrplan 21 im Schulalltag eine noch grössere Rolle ein, und viele Schulen hatten Nachholbedarf. Während bisher ein paar einzelne Access-Points an einigen Stellen der Schule reichten, braucht es für die aktuellen Anforderungen ein flächendeckendes, modernes und zentral verwaltetes Wireless-System. Daher hat sich aus unserer Sicht der Markt sehr positiv entwickelt und wir rechnen auch 2020 mit einem ähnlichen Volumen.
Welche Themen sind derzeit besonders wichtig?
Die Beschaffung eines modernen WLANs und der passenden Clients ist sicher der einfachere Teil. Schwieriger umzusetzen sind Themen wie Authentifizierung, Bring your own Device, Onboarding-Prozesse und dergleichen. Speziell wichtig, vor allem bei Primar- und Oberstufenschulen, ist der Schutz der Schüler vor ungewollten Inhalten. Hier braucht es einerseits technologische Lösungen wie Content Filter, Safe Search etc., aber auch eine fundierte Ausbildung der Lehrpersonen.
Welche speziellen Herausforderungen bringt der Education-Markt mit sich?
Schulen haben oftmals keine eigene IT-Abteilung. Daher braucht der Reseller nicht nur ein tiefes, sondern auch breites Know-how in verschiedenen Disziplinen wie Client Management, Software-Rollouts, Netzwerktechnik, Telefonie, Audio-/Videotechnik, Smartboards etc. In Schulen kommen oft auch spezielle Softwarelösungen zum Einsatz, die der Reseller installieren und warten muss. Dies ist für den Händler eine Herausforderung. Er muss sich mit vielen unterschiedlichen Herstellern auseinandersetzen und seine Techniker konstant schulen. Für die Umsetzung des Netzwerks bieten wir unseren Partnern diverse Unterstützungsmöglichkeiten, angefangen von WLAN-Ausmessungen bis hin zur engen Projektbegleitung bis zur Übergabe an den Endkunden.
Wie müssen sich Reseller und Systemintegratoren aufstellen, um im Education-Markt besonders erfolgreich zu sein?
Als wichtigsten Punkt benötigt der Händler ein gutes regionales Netzwerk. Unserer Erfahrung nach werden vor allem kleine und mittlere Schulen den Auftrag an ein in der Gegend ansässiges Unternehmen vergeben. Des Weiteren muss der Reseller das passende Portfolio für eine gesamtheitliche und für Schulen zugeschnittene Konzepte haben. Ein Reseller, der sich im Education-Markt bewegt, braucht ein tiefes Know-how in diversen Bereichen, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Ein erfolgreiches Schulprojekt beginnt zudem stets mit einer sorgfältigen Planung. Eine WLAN-Ausmessung erleichtert die Planung ungemein. Wir bieten unseren Händlern diese Dienstleistung an. Während und nach dem Projekt ist zudem kompetenter Support gefragt. Auch diesbezüglich pflegen wir einen engen Austausch mit unseren Partnern.
Die Antworten der übrigen Teilnehmer:
Massimiliano D'Auria, Computacenter: "Dieser Markt ist aber auch sehr umkämpft und an oft aufwändig zu bearbeitende Ausschreibungen gebunden."
Markus Schrofer, Dell: "In der Schweiz gibt es Nachholbedarf beim Aufbau von Medien- oder Informatikkompetenz."
Sebastian Seyferth, Acer: "Das Besondere ist, dass die Entscheidungsgewalt und das Budget von verschiedenen Trägern verwaltet werden."
Patrick Siegenthaler, CM Informatik: "Der Markt befindet sich im Spannungsfeld zwischen Innovation und Datenschutz."

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