Mobile Mythen & papierlose Prophezeiungen: Isolutions über IT am Arbeitsplatz
Das Smartphone ersetzt den Arbeits-PC. Der Drucker verstaubt im papierlosen Büro. Und überhaupt arbeiten alle nur noch unterwegs ... Versprechen gibt es viele. Doch wie der moderne Arbeitsplatz wirklich aussieht, sagt Roman Feierabend, Mitglied der Geschäftsleitung von Isolutions.

Welche IT braucht der moderne Arbeitsplatz noch? PC? Laptop? Thin Client? Oder nur noch das Smartphone?
Roman Feierabend: Bei unseren Kunden sehen wir einen klaren Trend in Richtung mobiler Arbeitsplatz. Die Geräte werden immer kleiner, somit braucht es keine fixen Arbeitsstationen mehr. Um den Komfort eines Desktoprechners am Arbeitsplatz zu bieten, kombinieren unsere Kunden das mobile Gerät oft mit einem externen Screen und einer Tastatur. Das Smartphone gehört heute zum Businessalltag. Dort muss auf zwei Dinge geachtet werden: Die Smartphones müssen zentralisiert verwaltet werden können, und Businessapplikationen müssen vermehrt auch auf Smartphones funktionieren und eine gute Usability bieten.
Welche Rolle spielen As-a-Service-Angebote wie Workplace- oder Device-as-a-Service in der Schweiz?
Unserer Meinung nach sind Serviceangebote die Zukunft in der IT. Die Vorteile überwiegen. Mit diesem Modell sind grosse Einsparungen bei der IT möglich. Zudem sind die Kosten kalkulierbar. Nicht zuletzt sind sowohl die Software als auch die Hardware immer auf dem neuesten Stand. Durch den konsequenten Einsatz von Public-Cloud-Technologien können kleine und mittlere Unternehmen bereits heute zu günstigen Konditionen eine IT-Infrastruktur auf Enterprise-Niveau beziehen. Das integrierte Security-Management, Enduser Experience Monitoring und eine vollständige integrierte Intranetlösung sind nur einige Beispiele hiervon.
Wo stehen wir auf dem Weg zum papierlosen Büro? (Wozu) Braucht es Drucker noch?
Zu grossen Teilen ist das papierlose Büro heute Realität. Bei Isolutions zum Beispiel haben wir bereits ein papierloses Büro. Eines der Ziele, einen Workplace als Service verfügbar zu machen, ist es, unseren Kunden eine Lösung für das papierlose Büro anzubieten. Ein Drucker ist natürlich immer noch nötig, um die Schnittstelle zu Kunden oder Partnern zu gewährleisten, die noch nicht über ein papierloses Büro verfügen. Digitale Signaturen sind im Kommen, aber noch nicht flächendeckend einsatzbereit. Aber auch dieser Bereich entwickelt sich rasant weiter.
Was bedeuten diese Entwicklungen für Reseller, Systemintegratoren und Distributoren?
Wir befinden uns inmitten einer Digitalisierungswelle. Reseller, Systemintagratoren und Distributoren sind nun gefragt, diese Transformation bei ihren Kunden umzusetzen. Um Kunden in der Digitalisierung Nutzen zu bieten, reicht es heute aber nicht mehr aus, nur technische Aspekte zu betrachten. Vielmehr müssen die Kultur, Businessprozesse, Methoden und die Technologie in einem Unternehmen analysiert und gegebenenfalls ebenfalls transformiert werden. Der klare Trend hin zu Serviceangeboten und mehr Beratungskompetenz stellt höhere Anforderungen an die Dienstleister und erfordert Kompetenzen in der Beratung.
Welche Hürden werden in diesem Jahr den Schweizer Markt plagen?
Das Nutzen von Lösungen "as-a-Service" setzt voraus, dass eine Cloud-Strategie im Unternehmen vorhanden ist. Dabei ist bei den Unternehmen aber nicht immer das Wissen vorhanden, so hält sich zum Beispiel der Mythos hartnäckig, dass die Cloud nicht sicher sei. In gewissen Branchen gibt es zudem die Einschränkung, dass Daten nicht im Ausland gespeichert werden dürfen. Viele Anbieter – darunter auch Microsoft – eröffnen aus diesem Grund in der Schweiz Datacenter, um diese Einschränkungen zu umgehen.
Die Antworten der übrigen Podiumsteilnehmer:
Simone Antonelli, Littlebit: "Der Trend geht klar in Richtung von As-a-Service-Angeboten, meiner Meinung nach nur nicht in der erhofften Geschwindigkeit."
Massimiliano D’Auria, Computacenter: "Virtuell gemanagte Arbeitsplätze sind ein Wachstumsgeschäft."
Donal Greene, Fujitsu: "Workplace-as-a-Service ist kostengünstiger und flexibler als bisherige Modelle."
Stefan Szalai, Serverbase: "Solange Firmen ihre Rechnungen noch per Post versenden oder Bestellungen per Fax tätigen, wird das papierlose Büro nicht Realität werden."

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