Schweizer ICT-KMUs wachsen
Die Schweiz ist ein KMU-Land. Fast 90 Prozent der hiesigen Unternehmen haben weniger als 10 Angestellte. Von den Unternehmen im ICT-Bereich wuchsen KMUs aus dem Bereich "Informationsdienstleistungen" seit 2015 am stärksten.

KMUs dominieren die Schweizer Unternehmenslandschaft. Zu diesem Schluss kommt OBT in der neunten Ausgabe ihrer KMU-Studie. In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Institut für KMU und Unternehmertum der HSG analysierte OBT die aktuellen Zahlen des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2019.
99,7 Prozent der Schweizer Unternehmen sind KMUs mit weniger als 250 Angestellten. Die allergrösste Gruppe mit 89,7 Prozent machen die sogenannten Mikrounternehmen mit weniger als 10 Angestellten aus.
ICT-Branche wächst
Das BFS klassifiziert ICT-Unternehmen in seiner Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA) in drei Bereichen "Telekommunikation", "Dienstleistungen der IT" und "Informationsdienstleistungen". In der Schweiz gibt es 18’984 solcher Unternehmen, davon sind nur 52 keine KMUs.
Prozentual am stärksten gewachsen ist der Bereich der "Informationsdienstleistungen", zu dem etwa Hostinganbieter gehören. Im Vergleich zur letzten Erhebung aus dem Jahr 2015 ist die Anzahl der Arbeitnehmenden in diesem Bereich um 38 Prozent gestiegen. In absoluten Zahlen sind das 3706 Personen.
Unternehmen aus dem Bereich "Dienstleistungen der IT" gewannen 16’222 Mitarbeitende dazu. Über alle Branchen gesehen ist dies der viertgrösste Zuwachs. Prozentual stieg die Mitarbeitendenzahl um18,1 Prozent.
Lediglich der Bereich "Telekommunikation" verlor Angestellte. Der Rückgang liegt bei 6,7 Prozent, was in absoluten Zahlen 1959 Personen entspricht.
Branchen im Detail
17’425 Unternehmen gehören gemäss BFS dem Wirtschaftszweig "Dienstleistungen der IT" an. Die überwiegenden Mehrheit (15’553) sind Mikrounternehmen, nur 38 sind keine KMUs. Ein durchschnittliches Unternehmen hat 5 Angestellte.
Im Wirtschaftszweig "Telekommunikation" sind 420 Unternehmen angesiedelt. Auch stellen die Mikrounternehmen die grösste Gruppe dar (315), acht Unternehmen haben mehr als 250 Angestellte. Ein durchschnittliches Unternehmen beschäftigt 59 Mitarbeiter.
1139 Unternehmen werden dem Zweig "Informationsdienstleistungen" zugeordnet. Sechs davon haben mehr als 250 Mitarbeitende, 971 beschäftigen weniger als 10 Angestellte. Durchschnittlich arbeiten 10 Personen für einen Informationsdienstleister.
Während die ICT-KMUs wachsen, wächst auch die Gefahr durch Cyberkriminalität. Jedes dritte KMU wird Opfer eines erfolgreichen Cyberangriffs.

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